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kinemorph // 11/2006
klohe
"In der Kinesik geht es darum, menschliche Gesten und Gebärden als Bedeutungseinheiten zu (de-) kodieren. Auch sie sind als erlernbare, kulturspezifische Verhaltenssysteme zu verstehen (denken wir etwa an verschiedene Begrüßungsformen, an Signale für Zustimmung und Ablehnung oder an die unterschiedlichen Abstände zwischen Gesprächspartnern). Die kleinste isolierbare und bedeutungs- unterscheidende Bewegungseinheit wird als 'Kinem' bezeichnet - analog zum verbalsemiotischen Begriff des 'Phonems' oder 'Morphems'. Von Ray Birdswhistell übernimmt Umberto Eco schließlich den Begriff 'Kinemorph' für die Kombination zweier oder mehrere 'Kineme' zu einer Bedeutungseinheit."

(Johan Strutz: Einführung in die Kultursemiotik)

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